Haushaltschemikalie als Hormongift
Nonylphenol macht Austern zu sterilen Hermaphroditen
05.08. Die Substanz Nonylphenol, die in zahlreichen Kosmetika und anderen Produkten enthalten ist, steht schon seit längerem in Verdacht, dass sie hormonell wirkt. Britische Forscher haben nun entdeckt, dass der Stoff Austern zu sterilen Hermaphroditen macht. Die Forscher vermuten nun, dass Nonylphenol auch bei anderen Lebewesen schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen kann.

Die Wissenschaftler hatten die Auswirkungen der Chemikalie auf pazifische Austern (Crassostrea gigas) in einer kommerziellen Austernzucht in Whitstable in der Grafschaft Kent untersucht. Bei der Auswertung der Ergebnisse stießen die Forscher auf schreckliche Abnormalitäten unter den entwicklungsfähigen Larven der Tiere: Ein Teil der Larven hat die Chemikalie nicht überlebt. Von den Überlebenden entwickelte sich ein Drittel der Larven zu Hermaphroditen, sie hatten sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane. "Und das geschah unter einer realistischen Konzentration der Chemikalie, die nur ein Zehntel der erlaubten Grenzwerte betrug", so Helen Nice von der UK Environment Agency. Die Resultate seien zutiefst beunruhigend, meinte die Expertin. Die Gefahren, dass dieses Umweltgift auch andere Lebewesen in Mitleidenschaft zieht, seien naheliegend.

Die pazifische Auster ist eine von zwei Austern, die in Europa vermarktet werden. Studienleiter Michael Thorndyke glaubt, dass auch andere Weichtiere wie Muscheln und Schnecken, aber auch Krustentiere von Nonylphenol geschädigt werden könnten. Der Forscher warnt davor, dass das Verschwinden von einzelnen Lebewesen aus dem Meer zum Verlust des ökologischen Gleichgewichts führen würde. Umweltorganisationen haben den Stoff Nonylphenol schon länger in Verdacht, dass er wie ein Östrogen wirke.

Nonylphenol (C6 H4 OHC9 H19) ist ein Vorprodukt für Nonylphenolethoxylate (NPEs), der wichtigsten Untergruppe der Alkylphenolethoxylate (APEs). In der Umwelt werden NPEs wieder zu giftigem Nonylphenol abgebaut. APEs sind so genannte Großchemikalien, von denen weltweit jährlich etwa 650.000 Tonnen hergestellt werden für die Verwendung in Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, Lebensmittel-Verpackungen (wie etwa PVC-Folien), Pestiziden (als Emulgatoren), Druck- und Wandfarben und Chemikalien zur Rohöl-Förderung.


Hier finden Sie mehr:
Schwarzer Tee hält Blutgefäße gesund
Freizeitbergsteiger erleiden oft unbemerkte Lungenödeme
Schlechte Immunabwehr durch Depression
Geklonte Mäuse neigen zur Fettsucht
Alarm im Darm?
Rückgang der Wälder weltweit dramatisch
Kann denn Sonnen Sünde sein?
Mit Sport und Bewegung Krankheiten vorbeugen
Appetitzügler-Hormon entdeckt
Hummer und Kaviar contra Currywurst und Pommes
Entzündungshemmer schützt vor Schlaganfall
Todesfälle durch typische Raucherkrankheiten
Depression und Angst fördern Krebs
Wandern und Gärtnern steigert die Lebenskraft
Deutsche Forscher entwaffnen Killerzellen
Dicke Beine in der Holzklasse
Abnehmen hilft bei Potenzproblemen
Kleiner OP-Schnitt ist nicht immer besser
Jeder zweite Jogger übertreibt
Vor allem Frauen greifen zu Psycho-Pillen
Fisch gut für Herz und Schilddrüse
Heizungsluft und Tabakrauch machen krank
Immer mehr Zwillinge und Drillinge
Künstliche Gebärmutter entwickelt
Fisch reduziert Risiko einer Frühgeburt
Zinkmangel als Ursache von Hauterkrankungen
Menschen besitzen Anti-HIV-Gen
Hilfe gegen allergischen Schnupfen
Darmprotein hält Blutkreislauf sauber
Affendiät mindert Cholesterinspiegel
Fit mit Kakao und Schokolade
Über die Hälfte der Deutschen ohne Angst vor dem Älterwerden
Inkontinenz: Mini-OP hilft Frauen aus der sozialen Isolation
Hochdruck, Zucker, Rückenschäden
Lange Nachsorge bei Schilddrüsen-Ca
Gewichtszunahme
Gewichtsabnahme
Schwitzen
Kropf
Haarausfall
Zuckerkrankheit
Herzrasen
Herzrhythmus- störungen
Kloßgefühl
Abgeschlagenheit
Leistungsabfall
Sexualprobleme
Unerfüllter Kinderwunsch
Durchfall
Verstopfung
Muskelschwäche
Probleme in der Schwangerschaft
Augenprobleme
Wasser in den Beinen
Schmerzen
Knotenbildung
 
 
Copyright 2018
 
Home Häufige Fragen Arztsuche Lexikon Medikamente News Glossar Datenschutz Impressum Häufige Fragen Arztsuche Lexikon Medikamente News