Wenn die Schilddrüse im Alter auf Hochtouren läuft
Starke Jodexposition in den USA
14.01. Schilddrüsenüberfunktionen verlaufen bei alten Menschen atypisch, weswegen sie oft verkannt werden. Ursache der Überfunktion sind meist Knotenstrumen mit multifokaler Autonomie, und ausgelöst werden sie durch erhöhte Jodzufuhr. Bei einer Form stehen psychische Symptome und Schwäche im Vordergrund. Eine andere Variante ist durch Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und evtl. Durchfall gekennzeichnet; der für jüngere Patienten typische Heißhunger fehlt völlig.

Bei der dritten Form steht eine Herzschwäche mit Ödemen und Luftnot im Vordergrund. Und bei der vierten Form dominieren psychiatrische Symptome wie Verwirrtheit, depressive oder psychotische Zustände. All diesen Manifestationsformen ist gemeinsam, dass sie häufig lange unentdeckt werden. Rund zwei Drittel der diagnostizierten Hyperthyreosen werden durch Jodexposition ausgelöst. Quellen exzessiver Jodzufuhr sind Röntgenkontrastmittel, jodhaltige Desinfizienzien und Sekretolytika, das Antiarrhythmikum Amiodaron sowie jodhaltige Geriatrika. Letztere können bei vorbestehender Knotenstruma binnen drei bis vier Wochen eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen.

Jodiertes Speisesalz spielt hingegen keine Rolle. Senioren kehren nach mehrwöchigem USA-Aufenthalt häufig mit einer Hyperthyreose zurück: Dort wird das Mehl mit stark jodhaltigen Chemikalien gebleicht. In der Diagnostik ist zu beachten, dass die Schilddrüsen alter Menschen oft tief liegen. Viele Knoten entdeckt man erst im Ultraschall. Wenigstens die Laborwerte sind auch im Alter nach üblichen Kriterien zu interpretieren – mit leichten Einschränkungen. Während die T4- und fT4-Konzentrationen bei gesunden Alten konstant bleiben, fallen T3 und fT3 um 10 bis 20% ab, bleiben aber meist im Normbereich. Das basale TSH ist unverändert, die TSH-Stimulierbarkeit im TRH-Test nimmt jedoch im Alter um ca. 50% ab.


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