Mit Gentherapie gegen Taubheit
US-Forscher lassen neue Hörzellen in Meerschweinchen wachsen
29.08. Forscher der University of Michigan haben im Innenohr von Meerschweinchen mit Hilfe der Gentherapie akustische Haarzellen wachsen lassen. Es ist dies laut Wissenschaftlern der erste Schritt zu einer Therapie gegen Taubheit bedingt durch den Verlust von Haarzellen. Diese Zellen wandeln im Innenohr Schallwellen in Nervenimpulse um, können aber durch Lärm und Infektionen verloren gehen. Seit den späten 80er-Jahren suchen Forscher nach neuen Wegen, Säugetiere wieder mit verloren gegangenen Haarzellen auszustatten, da zu diesem Zeitpunkt entdeckt wurde, dass Vögel geschädigte Haarzellen spontan regenerieren können. Bei erwachsenen Vögeln ist im Innenohr ein Wachstumsgen aktiv. Beim Menschen sowie erwachsenen Säugetieren hat das Pendant seine Arbeit großteils eingestellt.

Seit 1999 haben die US-Forscher an einer Methode gearbeitet, das so genannte "Math1"-Gen in das Innenohr von Versuchstieren zu befördern. Mit einem entschärften Adenovirus als Vektor gelang die Einschleusung des Gens. Bei den 14 erwachsenen Meerschweinchen entwickelten sich aus Epithelzellen neue Haarzellen. Der Vektor wurde in die Innenohrflüssigkeit injiziert. 60 Tage nach der Injektion fanden die Forscher unter der Leitung von Yehoash Raphael Haarzellen in Regionen, wo normalerweise keine vorkommen. Zudem verbanden sich Hörnerven des Gehirns mit den umgewandelten Zellen.

"Das Innenohr ist als Ziel einer Gentherapie ideal, da es weitgehend abgeschlossen ist", erklärt Raphael. So lange die injizierte Menge klein sei, bleibe auch die Ausbreitung in andere Organe minimal. Da bei Meerschweinchen das Innenohr sehr klein ist, wurden im Zuge der Injektion einige Haarzellen verletzt. "Das Innenohr des Menschen ist größer und wird weniger leicht geschädigt", so Raphael. In weiteren Versuchen will das Team nun klären, ob die veränderten Zellen auch funktionieren und Signale zu den Hörnerven weiterleiten. Weitere Test mit älteren und gänzlich tauben Versuchstieren sind geplant. "Die Versuche sind aber erst der Anfang. Sie zeigen nur, dass die Methode im Prinzip funktioniert", resümiert der Studienleiter.


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