Zinkmangel als Ursache von Hauterkrankungen
Zink-Histidin hilft bei Hautproblemen
10.09. Eine ganze Reihe von Beschwerden, die mit der Haut in Zusammenhang stehen wie schuppige Hautentzündungen und verlangsamte Wundheilung, haben ihre Ursache in einem Mangel an dem lebensnotwendigen Spurenelement Zink, so Sven-David Müller, Sprecher des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen mit Sitz in der Reha-Klinik an der Rosenquelle. Bei entzündlichen Hautproblemen empfiehlt das DIET die Einnahme von 15 Milligramm Zink-Histidin täglich. Ein Zinkmangel besteht nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei über der Hälfte der Weltbevölkerung und auch die deutsche Bevölkerung ist davon betroffen, erklärt Sven-David Müller, Sprecher des DIET. Die Ursache für einen Mangel kann in einer einseitigen vegetarischen Ernährung liegen, da Zink in pflanzlichen Lebensmitteln in einer für den Körper nur schwer resorbierbaren Form vorliegt.

Auch ein erhöhter Zinkbedarf, wie er in bestimmten Lebenslagen oder bei Krankheiten (zum Beispiel entzündliche Hauterkrankungen, fortgeschrittenes Alter, Schwangerschaft und Stillzeit) vorkommt, oder eine erhöhte Ausscheidung wie bei Diabetes oder Nierenerkrankungen, kann bei ungenügender Zufuhr zu einem Zinkmangel führen. Für den menschlichen Organismus ist Zink ein Schlüsselelement. Es ist in der Hauptfunktion ein struktureller, katalytischer oder regulatorischer Bestandteil von 300 Enzymen und in viele grundlegende biochemische Prozesse des Körpers eingebunden. Zink wirkt entzündungshemmend, gegen Viren und Allergien sowie abwehrstärkend. Daher lindert es entzündliche Hauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis. Ein Zinkmangel führt zu Dermatitis (1). Beim Vorliegen einer zinkmangelbedingten Hauterkrankung empfehlen Dermatologen 0,5 mg Zink pro Kilogramm Körpergewicht oder 15 bis 30 mg Zink als Substitut, so Müller.

Das lebensnotwendige Spurenelement Zink ist an der Synthese und Vernetzung des Bindegewebs-Kollagen und an Zellteilungsprozessen beteiligt, zudem hat es eine antientzündliche Wirkung. Ein Mangel zeigt sich dadurch unter anderem in verschiedenen Hautveränderungen, deren Ursache häufig nicht erkannt wird. Zu diesen Symptomen zählen unter anderem eine hartnäckige Akne, schuppige Hautentzündungen, verlangsamte Wundheilung sowie brüchige Haare und Nägel. Bei Menschen, die eine Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Psoriasis haben, äußert sich ein Zinkmangel in einer Verschlechterung der bisher bestehenden Symptomatik. Die Zinkversorgung muss vor allem bei denjenigen überwacht werden, die zu einer Risikogruppe gehören. Dazu zählen zum Beispiel Schwangere, Senioren, Sportler, Diabetiker, Allergiker sowie Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Auch entzündliche Hautprobleme in der Pubertät gehen durch Zink zurück, wenn ein Mangel besteht. Bei Zinkmangel können wichtige Enzyme nicht optimal funktionieren, was zu einer verminderten Bildung von RNA und DNA führt. Der Zinkmangel hemmt also Zellteilung und die Epithelisierung. Das ist besonders auffällig bei Zellen, die sich häufig teilen, wie beispielsweise bei Hautzellen oder im Rahmen der Wundheilung.


Hier finden Sie mehr:
Fisch gut für Herz und Schilddrüse
Jeder zweite mit vergrößerter Schilddrüse
Jod in der Schwangerschaft
Fisch reduziert Risiko einer Frühgeburt
Nasen-Zellen für Querschnittsgelähmte
Foetale Zellen auf Wanderschaft
Folsäure-Müsli senkt Neuralrohrdefekte
Pflanzliches Omega-3 hält Cholesterin im Gleichgewicht
Heizungsluft und Tabakrauch machen krank
Gentechnik ermöglicht individuelle Medikation
Schlechte Immunabwehr durch Depression
Pillen gegen Kaufrausch
Mikropartikel in der Luft erhöhen Lungenkrebs-Risiko
Alarm im Darm?
Künstliche Augenmuskeln statt Lesebrille
Japanische Forscher entwickeln schmerzlose Nadel
Zahnersatz-Experten rufen zu mehr Prophylaxe auf
Sensor bringt Meeresgifte zum Leuchten
Welt steht vor der Wasserkrise
Krankheiten von exotischen Haustieren
Vulkan-Enzyme gegen Prionen
Affendiät mindert Cholesterinspiegel
Wandern und Gärtnern steigert die Lebenskraft
Diabetes-Pille in Sichtweite
Inkontinenz: Mini-OP hilft Frauen aus der sozialen Isolation
Super-Öl kämpft gegen Fett und Cholesterin
Schlankheitspillen - zweifelhafte Helfer
Lang leben die Siebenschläfer
Übergewicht bedroht auch die Leber
Gewichtszunahme
Gewichtsabnahme
Schwitzen
Kropf
Haarausfall
Zuckerkrankheit
Herzrasen
Herzrhythmus- störungen
Kloßgefühl
Abgeschlagenheit
Leistungsabfall
Sexualprobleme
Unerfüllter Kinderwunsch
Durchfall
Verstopfung
Muskelschwäche
Probleme in der Schwangerschaft
Augenprobleme
Wasser in den Beinen
Schmerzen
Knotenbildung
 
 
Copyright 2017
 
Home Häufige Fragen Arztsuche Lexikon Medikamente Forum Frage stellen News Glossar Impressum Häufige Fragen Arztsuche Lexikon Medikamente Forum News