Blockierte Fettspeicher verlängern Leben
Durch molekularbiologischen Trick beißen schlanke Mäuse später ins Gras
18.01. Mit genetischer Detektivarbeit haben US-Forscher möglicherweise den Grund dafür gefunden, warum eine Diät, die an die Grenzen des Verhungerns heranreicht, das Leben vieler Tiere verlängert. An der Harvard Medical School of Boston ist es Robert Kahn und seinen Kollegen gelungen, die Lebensdauer von Mäusen um 18 Prozent zu verlängern. Dafür blockierten sie die Fettspeicherung in spezifischen Zellen. Die Studie ist ein Hinweis dafür, dass nicht der Verzicht auf Kalorien, sondern ein schlanker Körper für ein langes Leben ausschlaggebend ist.

Eine Kalorienreduktion verlängert bei verschiedenen Organismen wie Nagern und Würmern die Lebenserwartung. Ob dies auch bei Menschen der Fall ist, steht noch in den Sternen, z.T. auch deswegen, da nur wenige Menschen willig sind, eine derart drastische diätetische Maßnahme durchzuführen. Dennoch hoffen Forschergruppen, die selbe Wirkung auch medikamentös zu erzielen. Dafür muss aber erst verstanden werden, wie wenig essen das Leben verlängert. Eine Theorie ist, dass sich durch eine reduzierte Nahrungsaufnahme die Akkumulation von gesundheitsschädlichen Nebenprodukten wie den zellschädigenden, freien Radikalen reduziert.

Kahn ging im Versuch der Frage nach, ob die Tiere nicht einfach davon profitieren, schlanker zu werden. Um dies herauszufinden, nutzte Kahn einen molekularbiologischen Trick, um das Insulinrezeptor-Gen in Labormäusen zu stören – dies aber nur in ihren Fettzellen. "Insulin unterstützt die Fettzellen in der Fettspeicherung. Diese Tiere hatten weniger Fett und einen Schutz vor Übergewicht", erklärte der Forscher. Die kleine genetische Änderung in einem einzigen Gewebe hatte einen dramatischen Effekt: Im Alter von drei Monaten hatten die modifizierten Mäuse bis zu 70 Prozent weniger Körperfett als die Kontrolltiere. Umso erstaunlicher war das Ergebnis, als die Tiere um 55 Prozent mehr pro Kilogramm Körpergewicht fraßen. Zudem stieg die Lebenserwartung. Die durchschnittliche Kontrollmaus lebte 753 Tage, ranke und schlanke Nager konnten mit einer Lebenszeit von 887 Tagen rechnen. Nach drei Jahren verstarben alle Kontrolltiere, während ein Viertel der modifizierten Mäuse noch immer am Leben war, berichtet das Fachblatt New Scientist.

Noch gilt es zu beweisen, dass der selbe Effekt auch bei Mäusen auftritt, deren Kalorienaufnahme gedrosselt wurde. "Es könnte der selben Effekt auftreten, es könnten aber zwei Wege zu einem langen Leben führen. Eine interessante Annahme", kommentiert Leonard Guarante vom Massachusetts Institute of Technologie (MIT) Kahns Studie.


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