Weibliche Hormone schaffen aggressive Väter
Progesteron macht männliche Mäuse zu Kindermödern
29.11. Das traditionelle "weibliche" Hormon Progesteron macht männliche Mäuse aggressiv. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Die Erkenntnisse der Studie zeigen entgegen der Lehrmeinung, dass Testosteron Männchen dazu veranlasst, den Nachwuchs zu bedrohen. Die Forscher der Northwestern University in Chicago haben in ihren Versuchen das Hormon Progesteron mit einem Trick ausgeschaltet, in dem Progesteron-Rezeptoren genetisch verändert wurden. Der Versuch führte dazu, dass die Mäuse sofort ein weniger aggressives Verhalten an den Tag legten und sich auch gegenüber ihrem Nachwuchs sanfter verhielten. Im Vergleich dazu töteten drei Viertel der nicht behandelten Mäuse, die normal auf das Hormon reagierten, sogar ihren Nachwuchs.

"Die Mäuse, bei denen die Rezeptoren ausgeschaltet wurden, legten ein völlig anderes Verhalten an den Tag. Bei diesen Tieren gab es keine Aggressionen und ein aktives Vaterverhalten", so der Neurobiologe Jon Levine, Co-Autor der Studie. Üblicherweise gibt es bei männlichen Mäusen keine Brutpflege nach der Geburt der Jungen. Die Tötung der eigenen Jungen kommt ebenso wie bei anderen Tieren häufig vor. "Die Wissenschafter führten dieses Verhalten auf das Hormon Testosteron zurück und waren sich einig, dass Progesteron dazu führt, dass weibliche Reproduktionsverhalten zu steuern", so der Forscher. Levine und seine Forscherkollegen von der Queen University in Kingston, Ontario, und dem Baylor College of Medicine in Houston, Texas, hatten beim Versuch das Verhalten der männlichen Mäuse nach deren väterlichen Tendenzen und dem Aggressionspotenzial beurteilt.

In einem weiteren Versuch, bei dem die Hormonrezeptoren durch chemische Substanzen ausgeschaltet wurden, reagierten die Versuchsmäuse ebenso wie die genetisch veränderten Mäuse. Auch die männlichen Tiere legten ein liebevolles-väterliches Verhalten gegenüber dem Nachwuchs an den Tag. Das Abwehrverhalten gegenüber anderen männlichen Mäusen wurde aber von den väterlich-agierenden Tieren nicht verändert. Sowohl die "ausgeschalteten" Mäuse als auch die medikamentös behandelten Artgenossen zeigten die üblichen Abwehrreaktionen gegen andere männliche Eindringlinge. Die Forscher wollen die Ergebnisse auch beim Menschen untersuchen, erklärte Levine.


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