Krankheiten von exotischen Haustieren
EU-Importverbot für Präriehunde
21.08. Amerikanische Epidemiologen warnen vor dem uneingeschränkten Import von Tieren aus fremden Ländern. Die vierbeinigen Freunde tragen nämlich nach Ansicht von Experten häufig Krankheiterreger in sich, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Letztes Beispiel: ein afrikanisches Nagetier, das mit dem so genannten Affenpocken (Monkeypox) infiziert war und die Erkrankung an Präriehunde weitergegeben hat. 82 Menschen in fünf Staaten sind daran erkrankt.

Tausende der Präriehunde sind auch nach Japan exportiert worden. Michael T. Osterholm, Direktor des Center for Infectious Disease Research and Policy und Professor für öffentliche Gesundheit an der Universität Minnesota hatte sich bereits vor Jahren dagegen ausgesprochen, Präriehunde in Wohnungen zu halten. Osterholm sieht Vektoren von Krankheitserregern in den Tieren, die auch den Menschen gefährlich werden können. Dazu zählen Viren, Bakterien, Parasiten und andere Keime. Doch richtet sich die Kritik des Experten nicht nur gegen die Präriehunde, sondern generell gegen exotische Haustiere. Diese sind nach Ansicht von Osterholm ein "hausgemachtes Rezept" für bisher unbekannte Krankheiten. "Schon in Tierhandlungen werden Spezies gehalten, die in freier Wildbahn niemals aufeinander treffen würden", so der Spezialist. Niemand könne sagen wie Mikroben dieser Tiere aufeinander reagieren oder welche Folgen diese in anderen Spezies anrichten. "Unbekannt sind natürlich auch die Folgen für den Menschen", so Osterholm. In der Medizin gebe es bereits genügend Hinweise für Erkrankungen, die aus Tieren stammen und auf den Menschen überspringen wie etwa Aids, Ebola oder die virulente Form von E. coli, das sogenannte Nipah-Virus, das von Fledermäusen auf Schweine und weiter auf Menschen übertragen wurde und 1998 in Malaysia zu einer Reihe von Krankheitsfällen führte. Auch SARS zählt zu diesen Krankheiten.

Der Experte warnt davor, dass viele dieser Krankheiten in der Forschung noch unbekannt sind und die Folgen für den Wirt, in diesem Fall der Mensch, auch tödlich sein können. Auch Frank Fenner, Experte für Pockenerkrankungen und virale Erkrankungen an der Australian National University warnt vor einer Zunahme solcher Krankheiten. "Eine Vielzahl neuer Viruserkrankungen sind aufgetreten, alle stammen von Tieren", so Fenner, der auch zugibt, dass die Wissenschaft viel zu wenig über Viren in wildlebenden Tieren weiß. Hunderte verschiedene Stämme von Viren, die in Haustieren und im Menschen vorkommen, sind den Experten weltweit bekannt. Die meisten davon sind für den Menschen nicht gefährlich, einige jedoch bergen ungeahnte Gefahren in sich.

Affenpocken ist keine neue Krankheit. 1959 wurde die Erkrankung bei Affen entdeckt. Dass die Krankheit auch auf Menschen übertragen werden kann, war den Forschern bis 1970 nicht bekannt. Sie ist zwar leichter, als die normale Form der Pocken, in afrikanischen Staaten liegt die letale Rate aber bei bis zu zehn Prozent, verglichen mit einer 30-Prozent-Rate bei herkömmlichen Pocken. Obwohl die Erkrankung Affenpocken heisst, wird sie in erster Linie von Nagetieren übertragen. Experten schätzen, dass 75 Prozent der Eichhörnchen damit infiziert sind. Auf den Menschen wurde sie durch den Verzehr des Fleisches übertragen.


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