Hormone in Shampoos lösen Frühreife aus
Afro-amerikanische Mädchen besonders betroffen
03.08. Quer durch die westliche Welt tendieren Mädchen dazu, früher in die Pubertät zu kommen. Wurde diese Tatsache bisher auf andere Faktoren wie eine verbesserte Ernährung bzw. Umwelt-Toxinen zurückgeführt, begründen US-Forscher die extreme Frühreife bei US-Mädchen mit hormonell wirksamen Substanzen in Shampoos, berichtet New Scientist. In Europa sind Hormone in allen Kosmetika und Körperpflegeprodukten verboten. Konsumenten können aber Hormon-haltige Produkte über das Internet einführen.

Rund die Hälfte aller afro-amerikanischen Mädchen entwickeln bereits im Alter von acht Jahren Schamhaare und Brustansätze, im Vergleich dazu liegt der Anteil laut einer Studie bei weißen Mädchen bei 15 Prozent. In Afrika gelangen Mädchen unabhängig vom sozioökonomischen Status viel später in die Pubertät. "Diese Diskrepanz kann zumindest teilweise auf den häufigeren Gebrauch von Hormon-haltigen Haarwaschmitteln zurückgeführt werden", erklärte Chandra Tiwary, ehemalige Leiterin der Abteilung für pädiatrische Endokrinologie am Brooke Army Medical Center in Texas. Tiwary glaubt, dass sich die Häufigkeit der sexuellen Frühreife einfach reduzieren lasse, wenn derartige Produkte nicht mehr genutzt werden.

Besonders Shampoos, die für trockenes und brüchiges Haar geeignet sind und bei der schwarzen Bevölkerung beliebt sind, scheinen Östrogene zu enthalten. Die Hormone werden über die Haut an den Körper abgegeben. Auf den Etiketten der Shampoos wird zwar festgehalten, dass die Produkte Hormone enthalten, dennoch gibt es "schwarze Schafe", die keine Hinweise auf diese aktiven Substanzen geben. Gemäß einer gesetzlichen Vorgabe der amerikanischen Gesundheitbehörde FDA werden im Handel erhältliche Produkte mit hormonell wirksamen Substanzen als Medikamente bewertet und benötigen eine Sondergenehmigung. Für Produkte, die vor 1994 auf den Markt gekommen sind, scheint es eine Grauzone zu geben. Die FDA gab dazu keinen Kommentar ab. Fünf Unternehmen sollen aber noch immer Hormone den Shampoos beimischen, sagte eine Quelle aus der Industrie dem Magazin, die nicht genannt werden wollte. Ein Produkt ist u.a. B&B Super Gro. Das Shampoo, das mit dem Wortlaut "reich an Hormonen" angepriesen wird, ist nach wie vor auf dem US-Markt erhältlich.

Tiwary veröffentlichte bereits 1998 eine Studie, laut der Mädchen nach der Benützung von Hormon-haltigen Shampoos Anzeichen einer beginnenden Pubertät zeigten. Selbst ein 14 Monate altes Baby entwickelte Monate nach der Verabreichung Brustansätze. Diese Entwicklung stoppte wieder, als das Haarwaschmittel abgesetzt wurde. Noch sind die bisherigen Beweise nicht ausreichend, um eine frühe Pubertät einzig auf Östrogen-haltige Shampoos zurückzuführen. Es gebe ohne weitere Studien zu viele andere verdächtige Substanzen, die ebenso die Schuld an der Frühreife tragen könnten.


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