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  Schilddrüsenkrankheiten sind sehr häufig. Etwa jeder zweite Deutsche hat eine vergrößerte Schilddrüse.
a) Schilddrüsenkrankheiten durch Jodmangel:
Die wichtigste und häufigste Ursache für Schilddrüsenerkrankungen liegt in dem immer noch unzureichenden Jodgehalt in der Nahrung. Gesetzliche Regelungen fehlen in Deutschland noch. Die zu geringe Jodzufuhr über die Nahrung führt dazu, dass sich die Schilddrüse in einer Art Ausgleichsmechanismus vergrößert, in der Hoffnung, mehr Jod aufnehmen zu können. Über Jahre gesehen führt dieser Anpassungsmechanismus auch zu Knotenbildungen, zu Bildung von Kalkeinlagerungen sowie zur Entstehung von autonomen Arealen, d.h. Schilddrüsenanteile, die in ihrer Hormonproduktion der Steuerung durch die Hirnanhangsdrüse nicht mehr gehorchen.
b) Schilddrüsenkrankheiten, die nicht durch Jodmangel verursacht sind:
Erkrankungen der Schilddrüse, die nicht durch Jodmangel bedingt sind, sind Autoimmunerkrankungen, Entzündungen, Krebserkrankungen sowie andere, seltene Erkrankungen.
c) Schilddrüsenerkrankungen und Schilddrüsenfunktion:
Im Rahmen der verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen liegt häufig eine (noch) normale Schilddrüsenfunktion vor.
Eine Schilddrüsenüberfunktion findet man nicht selten bei sog. Autonomie (überfunktionierender Knoten oder Überfunktion des gesamten Schilddrüsengewebes) oder bei der Basedow-Erkrankung (eine Autoimmunerkrankung).
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist beim Erwachsenen meist Folge einer chronischen Schilddrüsenentzündung.
Beschwerden, die durch Schilddrüsenkrankheiten bedingt sein können, können natürlich auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten; eine ärztliche Untersuchung mit Bestimmung entsprechender Laborwerte ist zur Diagnosestellung vor einer weiteren Behandlung erforderlich.
Anzumerken ist, dass Schilddrüsenerkrankungen jedoch nicht zwingend mit Beschwerden verbunden sein müssen. Eine - zunächst gering - vergrößerte Schilddrüse (Struma, Kropf) muss nicht in jedem Fall zu Druckgefühl oder Engegefühl am Hals führen. Auch eine - beginnende - Knotenbildung der Schilddrüse macht häufig zunächst keine Beschwerden und ist so für den Laien nicht erkennbar. Für die Schilddrüsenunterfunktion häufig ein langanhaltender und schleichender Verlauf kennzeichnend, der anfangs nur geringe Beschwerden verursacht und damit häufig leider spät erkannt wird.
 
  Hier finden Sie mehr: 
  Funktionsstörungen 
  Entzündungen 
  Vergrößerungen 
  Jodinduzierte Schilddrüsenüberfunktion 
  Funktionelle Autonomie 
  Basedow-Erkrankung 
  Thyreotoxische Krise 
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