Häufige Fragen > Schilddrüsenkrebs 
 Frage 1: 
 Bei mir wurde durch eine Schilddrüsenpunktion ein Schilddrüsenkrebs festgestellt. Welches Therapieschema erfolgt jetzt?  
 Antwort 1: 
 Es hängt entscheidend davon ab, welche Art von Schilddrüsenkrebs bei Ihnen festgestellt wurde. Es gibt hochdifferenzierte Schilddrüsencarcinome und enddifferenzierte Schilddrüsencarcinome. Es gibt Schilddrüsencarcinome, welche lediglich aus onkozytären Zellen bestehen und wiederum Carcinome innerhalb der Schilddrüse, welche nicht aus Schilddrüsenzellen sondern aus Calcitonin-produzierenden Zellen bestehen (siehe auch Lexikon). Die erste Therapie wird immer eine möglichst vollständige chirurgische Entfernung beider Schilddrüsenlappen sein. Bei den differenzierten Schilddrüsencarcinomen schließt sich dann eine erste Radiojod-Behandlung (siehe dort) an. Ihr folgt meistens eine 2. oder auch 3. Radiojod-Therapie. Zu über 90 % der Fälle ist das differenzierte Schilddrüsencarcinom nach erfolgreicher Durchführung der Radiojod-Behandlungen ausgeheilt. Es sind lediglich regelmäßige Nachkontrollen erforderlich. Ferner ist es notwendig, eine sorgfältig dosierte Schilddrüsenhormon-Therapie durchzuführen. Bei den nicht differenzierten oder onkozytären Carcinomen oder auch bei den C-Zell-Carcinomen kann nach der operativen Behandlung, je nach Ausdehnung des Carcinoms, eine Telekobaltstrahlentherapie erforderlich werden. Gegebenenfalls ist auch eine Chemotherapie angezeigt. Die Überlebenschance richtet sich nach dem operativen Befund und sollte ausführlich mit dem behandelnden Arzt diskutiert werden.  
   
 Frage 2: 
 Meine Verwandten wohnten zum Zeitpunkt des Reaktorunfalles in Tchernobyl in der Ukraine und waren erhöhter radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Müssen sie nun mit einem vermehrten Schilddrüsencarcinomrisiko rechnen?  
 Antwort 2: 
 Im Rahmen des Reaktorunfalles ist es zum vermehrten Austritt von radioaktivem Jod gekommen, welches sich in der Schilddrüse anreichert. Für Erwachsene ist dies bis zu einer gewissen Grenze ungefährlich, was auch durch die medizinisch indizierte Radiojod-Behandlung der Schilddrüse bewiesen wird. Bei Säuglingen, Kleinkindern und auch Jugendlichen bis 16 Jahren besteht jedoch eine erhöhte Strahlensensibilität der Schilddrüse. Hier kommt es durch die vermehrte ß-Bestrahlung als Folge der Radiojodaufnahme im späteren Lebensalter gehäuft zu Schilddrüsencarcinomen. In diesen Fällen ist somit eine sehr sorgfältige Überwachung der Patienten erforderlich. Bei dem geringsten Anzeichen einer Umwandlung innerhalb der Schilddrüse sollte sicherheitshalber eine Strumaresektion vorgenommen werden.  
   
 Frage 3: 
 Mein Mann hat Schilddrüsenkrebs. Ist das ansteckend?  
 Antwort 3: 
 Schilddrüsenkrebs ist auf keinen Fall ansteckend. Er tritt jedoch leider familiär gehäuft auf, so dass die blutsverwandten Familienmitglieder sich ihre Schilddrüse in ca. jährlichen Abständen regelmäßig kontrollieren lassen sollten. Bei Auftreten von "kalten" Knoten der Schilddrüse sollten diese entfernt werden.  
   
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